07
Mar

Tom Lüthi hofft auf Lösung am Sonntag

Tom Lüthi war am Samstag nach wie vor auf der Suche nach einem guten Gefühl für den Losail International Circuit. Der Schweizer wird das Eröffnungsrennen 2020 aus der sechsten Reihe in Angriff nehmen.


Tom Lüthi musste über Nacht zwei Stürze verdauen und die folglich wenigen Runden, die er am Freitag in den Abendstunden zur Verfügung hatte, für das kurze 15-minütige Qualifying nutzen. Der Schweizer pushte weiterhin am Limit, konnte aber einfach keine Verbesserung erreichen. Nach wie vor fehlte das richtig gute Gefühl für sein Bike, wie er es vor zwei Wochen noch in Jerez hatte. Seine professionelle Crew wird jedoch abermals alle Hebel in Bewegung setzen, um ihm für den Saison-Auftakt doch noch das beste Setup hinzustellen.

Von Platz 18 in Reihe sechs wird es sicherlich alles andere als einfach werden, aber es wäre nicht das erste Mal, dass Tom Lüthi mit seinem Rennangriffsmodus für eine Überraschung sorgt.
Daumen drücken heißt es morgen ab 18 Uhr Katar-Zeit, in Europa also spätestens 16 Uhr die Fernseher einschalten.

Tom Lüthi P18 - 1'59.284 (+1.148)

Rein körperlich geht es mir nach den gestrigen Stürzen gut, da ist wirklich alles ok und das hatte auch keine Auswirkung auf das Qualifying heute. Wir haben größere Probleme, nur wissen wir noch nicht, was sie hervorruft. Die Bedingungen sind eben auch sehr verschieden. Am Nachmittag ist es sehr warm, abends eher kalt, aber das ist für alle gleich. Gestern in der letzten, kühleren Session, wo man schneller fährt, hatten wir durch die Stürze nicht allzu viel Streckenzeit. Das war sicher kein Vorteil, aber wir können die Probleme, die ich habe, auch nicht gänzlich darauf schieben. Ich habe zurzeit noch keine Erklärung. Ich war gefühlt am Limit mit dem Motorrad. Wir müssen hart arbeiten, aber mein Team ist da dran, die geben wirklich alles, um aus dieser kleinen Krise herauszufinden. Wir müssen erst einmal verstehen, wo das Problem liegt, dann können wir es auch aktiv angehen. Man kann die Performance hier auch nicht mit Jerez vergleichen, weil es komplett unterschiedliche Strecken sind, die Gripverhältnisse sind anders. Hier reagiert das Motorrad einfach nicht auf die Veränderungen, die wir vornehmen. Im Qualifying hatten sich die Probleme mit dem Grip schon gebessert, aber ich konnte eben trotzdem nicht schneller fahren.


Jürgen Lingg Teammanager

Die beiden Tage war es ein ständiges auf und ab, mal waren wir vorn dabei, dann wieder etwas abgeschlagen und das hat sich leider auch im Qualifying so fortgesetzt. Tom war in Jerez sehr stark, aber hier in Doha fühlt er sich einfach nicht wohl auf dem Motorrad. Die Jungs arbeiten hart, probieren alles mögliche, aber wir haben noch keine passende Lösung gefunden. Uns fehlt das nötige Feedback vom Motorrad, aber wir geben jetzt nicht auf. Morgen geht’s um die Punkte. Es ist auch nicht das erste Mal, dass wir aus diesen Positionen starten und es dennoch im Rennen geschafft haben, gute Ergebnisse einzufahren.

 

FP°3:
1. Aron CANET / SPA / SPEED UP - 1'59.019
2. Fabio DI GIANNANTONIO / ITA / SPEED UP - 1'59.052 (+0.033)
3. Enea BASTIANINI / ITA / KALEX - 1'59.065 (+0.046)
13. Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX - 1'59.519 (+0.500)
21. Thomas LÜTHI / SWI / KALEX - 2'00.108 (+1.089)

Q1:
1. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX - 1'58.422
2. Lorenzo BALDASSARRI / ITA / KALEX - 1'58.768 (+0.346)
3. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP - 1'58.798 (+0.376)

Q2:
1. Joe ROBERTS / USA / KALEX - 1'58.136
2. Luca MARINI / ITA / KALEX - 1'58.136
3. Enea BASTIANINI / ITA / KALEX 1'58.243 (+0.107)
13. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX - 1'58.706 (+0.570)
18. Thomas LUTHI / SWI / KALEX - 1'59.284 (+1.148)

 

Komplette Startaufstellung

Analyse der Rundenzeiten

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